… und wir mittendrin 😉
Aber bevor es losging war natürlich erstmal wieder aufstehen angesagt. Und da ich vor Tobi schlafen konnte weil er dieses mal den Laptop hatte war ich natürlich fit heute morgen 😉 Dabei ist mir dann auch aufgefallen das man hier wohl wusste das ich vorbei komme, denn es gab Kokos Seife 😉
Nachdem Tobi ja bereits gestern abend noch über Hunger klagte mussten wir also quasi direkt wieder zum Frühstücken 🙂 Und bei Wendy’s sollte der kleine Hunger wurde gestillt. Dabei ist mir dann direkt aufgefallen das das mit Laufen noch etwas schwer fällt. Die Blasen haben mir ein kleines Tränchen ins Auge gezaubert.
An der Tankstelle gab es auch keine gescheiten Pflaster, von daher hab ich mich dazu entschieden einfach mal die Zähne zusammen zu beißen 😉
Nachdem die Bikes auch ihren Durst gestillt hatten ging es dann los zum Canyon, und da Tobi ja schon hier war sind wir dann auch direkt durchgedüst zum Parkplatz 😉 Und von da aus ging es direkt los 😉
Die Tour sollte uns zum “Plateau Point” führen, 20km, 974 Höhenmeter und angegeben mit 8-12 Stunden Fussmarsch. Nunja wir hatten uns da eine andere Zeit gesetzt. Aber wir sind ja auch nicht von dieser Welt 😉
Beim Abstieg mussten wir bereits die ersten Wanderer und Squirrels überholen 😉 Und die erinnerten mich die ganze Zeit an “Hook a Loogie” erinnern… “Oh look there’s a squirrel” 😉 Mal sehen wer es noch kennt. Ausserdem haben wir einen Parkranger getroffen der uns direkt daran erinnerte das wir für den Rückweg min. das doppelte an Zeit einrechnen sollten. Hmm der kennt scheinbar unsere gestählten Maschinen nicht 😉
Der Weg nach unten war extrem staubig und voll bepackt mit Steinen die da einfach so rumlagen. Mich hatte es schon gewundert das hier nicht auch alles betoniert war. Aber trotzdem haben wir auch bei der Abwärtstour wieder Leute überholt welche mit Flip Flops, ohne Getränke, ohne Sonnenschutz unterwegs waren. Scheinbar denken die meisten Leute das sie darauf eh nicht angewiesen sind. Naja dazu später mehr….
Der Ausblick auf dem Weg nach unten war schon toll, und wir waren recht zügig an den beiden Hütten vorbei bei denen man an sich die Wasservorräte wieder auffüllen kann. Aber da die meisten ja keine dabei hatten hing man eben kopfüber darunter 😉
Unten ging es dann direkt durch den “Indian Garden” weiter auf dem Weg zum Plateau. Und von hier sollten wir dann auch einen tollen Ausblick auf den Colorado River haben. Immerhin hatte er ja auch einen großen Teil dieses ganzen Canyons geformt 😉
Der Rückweg führte uns auch wieder in den “Indian Garden” wo wir die erste Rast einlegten um mal wieder ein paar Riegel zu futtern 😉 Ausserdem hat Tobi den kleinen See für Jahrhunderte vergiftet indem er seine Füsse zur Abkühlung hinein gestellt hat 😉 Aber das hat er sich auch verdient. Denn die extremen Aufstiegsfanatiker sollten ja gleich weiter nach oben düsen 😉
Ich hab mir derweil die Zeit damit vertrieben, der herrlichen Stille in der Oase zu lauschen. Ausserdem war es einfach gigantisch, während überall um uns rum nur blanker Fels, Sand und Hitze war, war hier ein grüner Fleck mit Wasser einem Camping Platz und jeder Menge Ruhe.
Hier gab es dann auch endlich mal wieder eine Menge von Kakteen zu bewundern die überall am Wegesrand standen und in voller Blüte waren.
Frisch gestärkt und erholt ging es wieder nach oben. Und irgendwie sah das nach ner guten Strecke aus 😉 Nachdem Tobi und ich ein unterschiedliches Tempo Berg auf haben, ging ich also erstmal los und überholte alles was noch so mir los war. Dabei waren wieder ein paar Kuriositäten dabei. Unter anderem ein Mädel was nur mit nem Bikini Oberteil bekleidet war und ihr Freund der auch nichts ausser dem was er angezogen hatte dabei hatte. Naja sie waren beim Abstieg, wer weiss ob sie wieder hochkamen.
Die erste Raststation auf 3 Meilen vorm Gipfel haben wir ausgelassen, denn da war noch keinerlei Not das wir mal ein Päusschen bräuchten. Dementsprechend ging es dann auch weiter und bei der letzten Raststation haben wir dann zumindest nochmal gerastet und wieder den Ranger vom Abstieg getroffen 😉 Der erzählte uns dann auch das in der letzten Woche jemand gestorben sei der vom Colorado River zum Rim hochwollte, aber durch Überhitzung nicht mehr konnte und sich in den Schatten gelegt hatte und von da nicht mehr aufgestanden war. Auch an der Raststation kamen wieder jede Menge Leute vorbei die nicht wirklich vorbereitet waren. Nunja wir waren es ja und von daher gings dann auch die letzten 1,5 Meilen bis zum Ausgangspunkt.
Die letzten Meter wurden dank der Höhe und des Anstiegs dann nochmal anstrengend und letztlich waren wir dann froh oben zu sein. Eine dicke Hummel wollte dann scheinbar auch nochmal mit aufs Bild als ich zum schluss nochmal über den Canyon geschaut habe 🙂
Letztlich haben wir die Tour in 4 einhalb stunden geschafft und wir waren dann auch ganz froh in einem Stück wieder oben zu sein 😉 Allerdings taten wir dann doch etwas die Füsse weh, und ich wäre froh gewesen die richtigen Wanderschuhe dabei gehabt zu haben 😉 Naja Tobi hat mich auch immer daran erinnert das seine Wanderschuhe toll seien 😉
Bevor es wieder zurück ging haben wir uns im örtlichen Restaurant nochmal vollgefuttert und sind dann auf den Bikes Richtung “Williams” verschwunden. Nicht ohne uns aber nochmal mit dem “Grand Canyon” Schild abzulichten 😉 Denn Tobi wollte immer so ein Bild haben 😉 Und wie ihr sehen könnt haben wir uns auch schon wieder lange Sachen angezogen, denn mit dem Motorrad wars dann doch zu späterer Stunde etwas frischer.
In Williams haben wir uns dann auch noch rechtzeitig vor dem 5ten Spiel der NBA Finals eingecheckt und konnten den Sieg feiern 😉 Ich bin mittlerweile wieder aus den Socken rausgekommen die etwas schmutzig geworden sind dank der Blasen und dem Staub. Aber Tobi meinte nur das man die einmal kocht und dann sehen sie aus wie neu 😉 Ich bin ja mal gespannt ob das wirklich so ist 😉
Morgen werden wir dann den Weg fortsetzen und Barstow ansteuern, wenn wir das zeitlich schaffen sind wir dann auch durch die Wüste durch 🙂 Aktuell stehen 3500 Meilen auf dem Tacho, und nachdem ich gestern bei Eaglerider nachgefragt habe müssen wir die Maschinen nicht sauber machen bevor wir sie abgeben 😉 Naja sie wissen noch nicht wie sie aktuell aussehen 😉
So wie es momentan aussieht schaffen wir es wohl noch für einen Trip nach San Francisco den Highway 1 hoch. Ich hoffe allerdings das das Wetter in Kalifornien besser wird. Was wir in den Wetternachrichten mitbekommen toben hinter uns die Waltbrände, um Oklahoma immer noch Tornado’s und in LA sind es gerade mal 21°C. Nunja ich vermute es liegt an der Erderwärmung 😉
So und jetzt sage ich “Over and Out” für heute.
Muss soooooo lachen über die Kokosseife…hahaha…
… wie sich die Bilder gleichen. Wir sind damals vom Rim zum Fluss und wieder hoch (in ca. 8 Stunden und Turnschuhen, offiziell sollte man das in 2 Tagen machen). Und dabei sind uns auch jedem Menge nicht vorbereiteter Touries unter die Augen gekommen. Einer davon war ein Koreaner der schon beim Abstieg fast am sterben war. Auf dem Rückweg wurde er dann mit dem Hubschrauber ausgeflogen.
Wenn das mit dem Socken kochen nicht klappt, kannste alternativ ja auch die Füße kochen. Die Schmerzen gehen davon zwar vermutlich nicht weg, werden aber sicherlich anders 😀
@Tina
Tja die wissen ja das ich eingereist bin und über die Kreditkarte wo ich bin 😉
@Ralf
Ja die gabs hier auch, letztes Jahr ist dann auch ne Marathonläuferin in meinem Alter hier umgekommen weil sie sich die Karte vorher nicht eingeprägt hatte und mit noch einem los ist. Unterwegs haben sie sich dann getrennt um so schneller voran zu kommen. Leider nur mit 2 Riegeln, ner Flasche Wasser und nem Apfel. Und da hatte es an dem Tag ca. 40°C. Sie hat es nicht überlebt, und der andere wurde noch rechtzeitig gefunden.
Hmm Füsse kochen hilft evtl. auch gegen den Geruch 😉 Probier ich es mal damit *g*